Ein erschütternder Zwischenfall hat sich in einem Pflegeheim in Hamburg-Jenfeld ereignet. Ein 79 Jahre alter Bewohner soll am Donnerstagnachmittag (4. September) versucht haben, einen 64-jährigen Mitbewohner zu ersticken. Nur dem schnellen Eingreifen des Pflegepersonals ist es zu verdanken, dass der Angriff ohne Todesopfer endete.
Tat im Zimmer des Opfers
Der Vorfall spielte sich gegen 17:25 Uhr in der Pflegeeinrichtung an der Straße Elfsaal ab. Nach bisherigen Ermittlungen lag das Opfer im Bett, als der Senior die Attacke verübte. Pflegekräfte bemerkten die Situation rechtzeitig, zogen den Angreifer zurück und alarmierten die Polizei.
Gewalt auch gegen Pflegekräfte
Beim Einschreiten der Mitarbeiter soll der 79-Jährige zusätzlich das Pflegepersonal angegriffen haben. Beamte des zuständigen Kommissariats konnten den Mann schließlich überwältigen und festnehmen.
Psychischer Ausnahmezustand
Nach Angaben der Polizei befand sich der Verdächtige aufgrund einer Vorerkrankung offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand. Ein Amtsarzt bestätigte die Auffälligkeiten, woraufhin der Senior in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen wurde.
Ermittlungen laufen
Die Hamburger Mordkommission sowie die Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts der versuchten Tötung. Über das Motiv für den Angriff ist bislang nichts bekannt.
Fazit
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Herausforderungen in Pflegeeinrichtungen: Überlastetes Personal, enge räumliche Verhältnisse und Bewohner mit schweren psychischen Erkrankungen können jederzeit eskalierende Situationen begünstigen. In Jenfeld konnte Schlimmeres nur knapp verhindert werden.
