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Kanaleinsturz am Osthofenfriedhof in Soest: Reparaturen unter Friedhofstor haben begonnen

Am Osthofenfriedhof in Soest rollen seit dieser Woche die Bagger: Unter einem der Friedhofszugänge am Nottebohmweg war der Kanal auf einer Länge von rund zwölf Metern komplett eingestürzt. Bereits im Juli 2024 hatte die Stadt den Zugang aus Sicherheitsgründen gesperrt – nun laufen die Sanierungsarbeiten. Ursache: maroder Mischwasserkanal Wie Stadtsprecher Jonathan Herrmann mitteilt, handelt es […]

Am Osthofenfriedhof in Soest rollen seit dieser Woche die Bagger: Unter einem der Friedhofszugänge am Nottebohmweg war der Kanal auf einer Länge von rund zwölf Metern komplett eingestürzt. Bereits im Juli 2024 hatte die Stadt den Zugang aus Sicherheitsgründen gesperrt – nun laufen die Sanierungsarbeiten.

Ursache: maroder Mischwasserkanal

Wie Stadtsprecher Jonathan Herrmann mitteilt, handelt es sich um einen rund 70 Jahre alten Mischwasserkanal, der von der Trauerhalle bis zum Nottebohmweg verläuft. Auf einer Länge von etwa 80 Metern ist das Rohrsystem stark beschädigt, an einem Abschnitt sogar komplett eingefallen. Ursache sind Unterspülungen, die bis in den Nottebohmweg hineinreichen. Bereits im vergangenen Jahr war deshalb eine Notmaßnahme mit einer Betonauskleidung nötig geworden, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern.

Bauweise und Zeitplan

Das eingestürzte Teilstück wird nun in offener Bauweise erneuert – in rund vier Metern Tiefe. Die weiteren betroffenen Abschnitte sollen im sogenannten Inlinerverfahren saniert werden. Dabei wird ein Kunststoffschlauch in das alte Rohr eingezogen, der sich an die Rohrwand presst und so eine neue Innenauskleidung bildet. Zusätzlich müssen zahlreiche Nebenkanäle wieder an den Hauptsammler angeschlossen werden.

Je nach Aufwand und Bodenbeschaffenheit rechnet die Stadt mit einer Bauzeit von vier bis sechs Wochen. Die Kosten belaufen sich auf einen „Gebührenhaushalt“, das heißt: Sie müssen so kalkuliert werden, dass die Friedhofsgebühren stabil bleiben.

Auswirkungen auf Besucher gering

Für Besucherinnen und Besucher hält sich die Einschränkung in Grenzen: Der Osthofenfriedhof verfügt über insgesamt sieben Zugänge, von denen nur einer gesperrt ist. Das große Tor am Nottebohmweg war ohnehin dauerhaft verschlossen und diente vor allem als Rettungsweg und Feuerwehrzufahrt. Bestatter, Steinmetze und Friedhofsgärtner nutzen traditionell die Zufahrt am Ostenhellweg.

Hintergrund: Der Osthofenfriedhof

Der Osthofenfriedhof ist mit 17,3 Hektar Fläche und rund 20.500 Grabstellen der größte von elf Friedhöfen im Stadtgebiet Soest. Er blickt auf eine lange Geschichte zurück: Die erste Bestattung fand bereits 1840 statt, ein Torentwurf ist sogar auf 1837 datiert. Heute sind knapp 18.000 Gräber belegt, insgesamt stehen 8.521 Grabsteine auf dem Gelände.

In der Süd-Ost-Ecke liegt zudem der ehemalige Thomäfriedhof, der seit 1953 von der Stadt Soest verwaltet wird. Damit ist der Osthofenfriedhof nicht nur die zentrale Ruhestätte der Stadt, sondern auch ein Ort mit bedeutendem historischen Erbe.

Unsicherheit über die Wiederöffnung des Tores

Ob das betroffene Tor nach Abschluss der Arbeiten überhaupt wieder regulär genutzt werden kann, bleibt offen. Die Stadt verweist auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen Kostenprüfung sowie die Einhaltung fachgerechter Standards durch qualifizierte Baufirmen.

Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Auch wenn die Bauarbeiten voraussichtlich in wenigen Wochen abgeschlossen sind, ist nicht sicher, ob der Zugang am Nottebohmweg künftig dauerhaft geöffnet wird.

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